Graz

Univ. Klinikum

Beschreibung:
Das Grazer Notarztsystem betreut die Stadt Graz und die umliegenden Gemeinden von Graz-Umgebung, Weinitzen, St. Radegund, Eggersdorf, Fernitz, Kalsdorf, Seiersberg, Premstätten, Frohnleiten, Gratwein sowie Gratkorn mit einer Gesamtzahl von mehr als 300 000 Einwohner, tagsüber bis zu 400 00 Menschen. Seit dem Jahr 2007 werden die Notarzteinsätze von der Landesleitstelle des Roten Kreuzes koordiniert. Graz ist durch die Mur in zwei Hälften geteilt, auf welchen jeweils ein Notarztsystem installiert ist. Es handelt sich dabei um eine europaweit einzigartige Konstellation, nämlich jeweils um ein Duales Notarztsystem. An jedem Murufer ist sowohl ein NFW(= NotFallWagen) als auch ein NEF (= NotarztEinsatzFahrzeug) stationiert. Die NFW werden vom Medizinerkorps der Grazer Rettung betreut und sind im Regelfall mit einer vierköpfigen Mannschaft(1 Rettungsmediziner(=NKI), 1 RM-Anwärter, 1 Helfer sowie dem Fahrer) besetzt. Das NEF ist mit einem Notarzt des Klinikum Graz, bzw. des LKH-West oder UKH Graz sowie jeweils einem Fahrer besetzt. Demnach stehen am Notfallort 6 Personen - 4 Sanitäter sowie 1 Notarzt und ein im Notfallmanagement ausgebildeter sog. Rettungsmediziner - zur Verfügung.

Das NEF Klinikum Graz:
Das NEF - LKH Graz wurde im Jahre 1980 mit der Unterstützung der Univ. Klinik für Chirurgie unter der Leitung von Univ. Prof. DDr. J. Krafft-Kinz sowie Univ. Prof. Dr. WF. List in Betrieb genommen. Im Jahre 1986 sowie 1989 wurden auch Notärzte der Medizinischen Univ. Klinik sowie des Institut für Anästhesiologie miteinbezogen. Seit Inbetriebnahme des LKH-West stellen nun die Universitätskliniken für Anästhesiologie, Chirurgie bzw. Unfallchirurgie und Innere Medizin die Notärzte. Aus organisationstechnischen Gründen sind die Notarztdienste  
wochentagsweise verteilt.

Jede Abteilung stellt einen Stützpunktleiter:

Univ. Klinik f. Anästhesiologie und Intensivmedizin: Univ.-Prof. Dr. Gerhard Prause
Univ. Klinik f. Chirurgie: ao. Univ. Prof. Dr. A. Wasler
Medizinische Univ. Klinik:  Univ. Doz. Dr. P. Kaufmann

Notärzte:
Dr. Bössner Thomas
Dr. Eherer Andreas
Dr. Gumpert Rainer
Dr. Hager Christa
Dr. Harpf Leonhard
Dr. Heydar-Fadai Josef
Dr. Höbarth Gerhard
Dr. Höfler Bernd
Dr. Kainz Johann
Dr. Kaufmann Peter
Dr. Krisper Peter
Dr. Meislitzer Thomas
Dr. Münch Andreas
Dr. Petutschnigg Berthold
Dr. Prause Gerhard
Dr. Preininger Astrid
Dr. Puchwein Paul
Dr. Raber Thomas
Dr. Renner Heiko
Dr. Schweiger Martin
Dr. Stranz-Feuchtl Birgit
Dr. Theuermann Christoph
Dr. Tröster Natascha
Dr. Wasler Andrä
Dr. Wildner Gernot
Dr. Wuser Waltraud

Statistik:
Am NEF des Klinikum Graz werden jährlich etwa 1600 Einsätze absolviert. Wie in jedem städtischen Notarztsystem überwiegen auch in Graz die nicht-traumatischen Notfälle

Besonderheiten:
Als Einrichtung des Universitätsklinikums werden im Rahmen eines universitären Praktikums Studierende am NEF ausgebildet.  Neue medizinische Erkenntnisse oder technische Geräte können unschwer frühzeitig in der Praxis auf ihre Anwendbarkeit getestet werden. Die äußerst konstruktive Zusammenarbeit mit dem Medizinerkorps der Grazer Rettung ermöglicht eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung und aufgrund der personellen Ressourcen auch klinische Studien im notfallmedizinischen Bereich.

Das Duale Notarztsystem ist aus notfallmedizinischer Sicht optimal: Vier dezentral verteilte Notfallseinrichtungen(2x NEF, 2x NFW) gewährleisten kurze Anfahrtszeiten im Akutfall. Bei unklaren Notfallsituationen ist es möglich den NFW des Grazer RK alleine zu entsenden und mit der Alarmierung des Notarztes zuzuwarten, da aufgrund der exzellenten Ausbildung der Rettungsmediziner die Akutversorgung im Sinne der lebensrettenden Sofortmaßnahmen auf jeden Fall gesichert ist. Damit ist es möglich, die Zahl der Fehleinsätze für die Notärzte gering zu halten, was für den professionellen Notarztdienst von Vorteil ist. Das Duale Grazer Notarztsystem ist für die Patientenversorgung optimal und auch nach Maßstäben der Effektivität und Kosten-Nutzen-Analyse richtungsweisend in Europa.


Graz West

Stützpunktleiter LKH Graz West:    OA Dr. Natalija COKIC


Erreichbarkeit:    LKH Graz West
Abt. f. Anästhesiologie und Intensivmedizin
Ärztlicher Direktor:    Prim. Dr. Heribert Walch
Göstingerstraße 22, 8021 Graz
Tel.Nr.:    +43 316 5466-0
Fax:    +43 316 5466-74212
E-Mail:      This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.


Stützpunktleiter UKH:    N.N.

Erreichbarkeit:    Unfallkrankenhaus Graz
Ärztlicher Leiter:     Prim. UP Dr. Mag. Franz J. SEIBERT
Göstingerstraße 24, 8021 Graz
Tel.Nr.:    +43 316 505-0
Fax:    +43 316 505-3235
E-Mail:    


Stützpunktleiter NFS:    Franz PÖSCHL (HA)
Klaus Dieter WOLF (EA)

Erreichbarkeit:    Unfallkrankenhaus Graz
Ärztlicher Leiter:     Prim. UP Dr. Mag. Franz J. SEIBERT
Göstingerstraße 24, 8021 Graz
Tel.Nr.:    +43 316 505-3301
E-Mail:    This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Homepage des Stützpunktes NEF Graz West:    www.nef-west.at

NotärztInnen:
LKH Graz West + Externe:
Auer Wolfgang, Begovic Haris, Cokic Natalija, Donauer Reinmar, Fürböck Matthias, Giessauf Christian, Kelbitsch Johannes, Kölblinger Camillo, Koller Sonja, Krahulec Walter, Kügler Bernhard, Madritsch Iris, Ohner Gernot, Petutschnigg Berthold, Raith Christian, Schindler Otmar, Raith Petra, Walch Heribert

UKH:
Baumgartner Peter, Fiedler Michael, Fritz Matthias, Georgi Erich, Kraus Aurel, Rieberer Ingrid, Schrammel Christina, Schwarz Franz-Stephan, Steinböck Johann, Steiner Stefan

Notfallsanitäter:
Bärnthaler Martin, Geiger Wilhelm, Gimpl Rene, Horn Martin, Kern Christian, Knöbl Christian, Kores Markus, Küberl Dietmar, Löscher Harald, Magg Erich, Maurer Martin, Pöschl Franz, Senarclens de Grancy Bernt, Skerget Florian, Szmolyan Sebastian, Ulbel Martin, Wolf Klaus-Dieter


Allgemeines:
Der Stützpunkt Graz West ist seit 1987 in Betrieb. Bis Dezember 2002 wurde er vom Unfallkrankenhaus alleine betrieben. Einsatzzeiten waren werktags in der Zeit von 7:00 bis 19:00 Uhr.
Seit dem Vollbetrieb im dazu gebauten LKH Graz West sind die Einsatzzeiten täglich von 00:00 bis 24:00 Uhr.
Die Aufteilung der zuständigen Notärzte sind alternierend 2 Tage LKH Graz West – 1 Tag UKH.
Die Notfallsanitäter werden tagsüber von Montag bis Freitag durch hauptamtliche und die restliche Zeit durch ehrenamtliche Sanitäter der Bezirksrotkreuzstelle Graz-Stadt gestellt.

Ausbildungsstützpunkt für NotärztInnen, NotfallsanitäterInnen und Studierende der MedUni Graz.

Statistik: Derzeit liegt die Einsatzzahl bei ungefähr 1700 Einsätzen im Jahr, das entspricht durchschnittlich 4,6 Einsätzen / Tag.

Einsatzgebiet: Graz und Graz-Umgebung westlich der Mur mit Erweiterung im Norden von Graz auch auf östlich der Mur. Falls der NEF vom Klinikum besetzt ist, fährt der NEF Graz West natürlich auch Einsätze im Osten von Graz und Graz-Umgebung.

Besondere Einsatzgebiete:
Einkaufszentren (Graz Nord, Citypark, Shopping Center West, Shopping City Seiersberg)
Hauptbahnhof, Graz-Köflacher Bahnhof
Flughafen Graz Thalerhof
Tunneleinsätze (Gleinalm Süd, Gratkorn, Plabutsch)
Mur (Flußbergungen)
Grazer Bergland (Zusammenarbeit mit der Höhenrettung der Grazer Berufs-feuerwehr bzw. der Bergrettung)
Großbetriebe (Papier-, Stahlindustrie)
Erdöl-, Gaslagerstätten
Terminal Wildon
Freizeitzentrum Schwarzlteiche, Cobacabana

 

Jumbo Ost/West

Beschreibung:

Teil des dualen Grazer Notarztsystems sind die beiden NFW (Notfallwägen, „Jumbos“), welche rund um die Uhr der Grazer Bevölkerung zur Verfügung stehen. Die Besatzung der Jumbos besteht aus einem Rettungsmediziner (NKI-RM), zwei Helfern und einem Fahrer. Mehr als 80% der Dienste am Jumbo werden ehrenamtlich besetzt.
Der Stellenwert und Auftrag der Rettungsmediziner ist die Gewährleistung von lebensrettenden Sofortmaßnahmen in Abwesenheit des Notarztes sowie die personelle und materielle Unterstützung des Notarztes bei medizinisch aufwändigen Einsätzen.
Es werden pro Jahr rund 4600 Primäreinsätze durch die beiden Grazer Notfallwägen abgedeckt.

Leitung:
Vorsitzender: Dr. Walter Spindelböck ( This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. )
Stv. Vorsitzende: Bernhard Röschel, Dr. Mirjam Pocivalnik

Aktiv tätige Rettungsmediziner:
Aichinger, Gernot
Auer, Dr. Wolfgang
Bauernfeind, Dr. Helmut
Baumgartner, Dr. Peter
Begovic, Dr. Haris
Berger, Dr. Christoph
Castellani, Dr. Christoph
Doppler, OA Dr. Reinhard
Erhart, Dr. Brigitta
Erler, Dr. Lorenz
Ertler, Michaela
Fazekas, Clara
Filzmaier, Dr. Verena
Fuchs, ao.Univ.Prof.Dr. Gottfried
Gangl, Dr. Dietmar
Gemes, Dr. Geza
Giessauf, Dr. Christian
Gräfitsch, Dr. Alexander
Gschanes, Dr. Markus
Hagara, Dr. Bianca
Hernesz, Dr. Katrin
Heschl, Dr. Anna
Himler, Dieter
Hirzberger, Dr. Sandra
Hösele, Dr. Victoria
Hubmann, Ferdinand
Jagersberger, Dr. Johann
Just, Stefanie
Kaiblinger, Dr. Wolfgang
Kalloch, Dr. Andrea
Klammer, Dr. Manuela
Klinger, Dr. Wolfgang
Kübeck, Maximilian
Küberl, Dietmar
Küberl, Dr. Siegfried
Kugler, Kristian
Lang, Mag. Dr. Alexander
Leitner, Dr. Ulrike
Lindbauer, Dr. Nikki
Möderndorfer, Michael
Noggler, Dr. Peter
Oswald, Dr. Rene Florian
Pauker, Dr. Nina
Pocivalnik, Dr. Mirjam
Pötz, Dr. Stefan
Preininger, OA Dr. Astrid
Prisker, Dr. Stefan
Rauch, Dr. Stefan Mathias
Reicher, Dr. Melanie
Riedl, Dr. Georg
Rigaud, Dr. Marcel
Ring, Dr. Stefan
Röschel, Bernhard
Sacherer, Dr. Philipp
Samonigg, Judith
Scaria, Renate
Schellauf, Dr. Angelika
Scherübl, Dr. Michael
Schindler, Dr. Otmar
Schleich, Eva
Schlieber, OA Dr. Joachim
Schmidbauer, Dr. Bettina
Schrotter, Dr. Nadja
Schweiger, Dr. Martin
Schwetz, Verena
Semmelrock, Dr. Sandra-Cornelia
Smolnikov, Ilja
Sock, Dr. Siegfried
Sommer, Dr. Gudrun
Spindelböck, Walter
Spitzer, Dr. Uwe
Staudinger, Dr. Ursula
Steiner, Dr. Kostja
Summer, Gregor
Suppan, Dr. Markus
Taufik, Dr. Philipp
Terler, Dr. Sabine
Walch, Julia
Walk, Dr. Hannah
Wallner, Dr. Simon
Wildner, Dr. Gernot
Wolf, Dr. Kerstin
Wund, Dr. Patrick
Zechner, Peter

Besonderheiten:
Die heutigen „RettungsmedizinerInnen“ blicken am Ende ihrer Ausbildung auf einen langen Weg von mindestens 2600 Stunden zurück, in denen sie Notfallmedizin „von der Pike auf“ gelernt haben. Universitäre Ausbildung, Notfallmedizin in Theorie und Praxis sowie spezielle Kurse und Fortbildungen gehen jahrelang Hand in Hand. Die speziellen Notkompetenzen (NKA, NKV, NKI) und über das Medizinstudium hinausgehende spezielle Famulaturen wie Anästhesie und Kinderanästhesie müssen zusätzlich absolviert werden.

Derzeit schließen jedes Jahr rund 10-12 RettungsmedizinerInnen ihre Ausbildung erfolgreich mit einer theoretischen und einer 12-stündigen praktischen Prüfung ab – seit 1890 waren es so rund 600 Ärzte, die ihre notfallmedizinische Ausbildung und Karriere beim Medizinercorps des Grazer Roten Kreuzes begonnen haben.

Medizinische Ausstattung: 
Monitor / Defibrillator, Beatmungseinheit, Perfusoren, mobile Blutgasanalyse, Kühlpads zur präklinischen Kühlung nach Reanimation
(Alle Fahrzeuge erfüllen die Anforderungen der EN 1789) 

Intensivtransportsystem Graz

Die Aufgabe einer flächendeckenden medizinischen Versorgung erfordert ein geschlossenes Konzept zum Krankentransport und Rettungsdienst durch Boden- und Luftfahrzeuge. Insbesondere muss eine effiziente Vernetzung der Kliniken der Grund- und Regelversorgung mit den diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten von Schwerpunktkliniken der Maximalversorgung oder Spezialkliniken gewährleistet sein.

Aus nachvollziehbaren Gründen kann der Primär-Notarztdienst diese Erfordernisse nicht abdecken, da dieser nicht für geplante/planbare Verlegungstransporte vorgesehen ist. Weiters wird die Verwendung der Primäreinsatzmittel für diese Transporte vom Landesverband Steiermark des Roten Kreuzes ausdrücklich untersagt. In der Steiermark stellt der Intensivtransportwagen (ITW) des Roten Kreuzes Graz eine direkte Verbindung zwischen den Intensivstationen sicher. Der ITW wird vom Medizinercorps Graz in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin besetzt.

Der Intensivpatient kann jederzeit - ohne Qualitätsverlust bei der Betreuung - auch in kritisch krankem Zustand transportiert werden. Durch die personelle und medizinische Ausstattung wird das intensivmedizinische Versorgungsniveau bestmöglich aufrechterhalten.
Das einzigartige Stufenkonzept ermöglicht eine individuell auf den Patienten abgestimmte personelle Zusammenstellung:

Stufe 1:
Akut notwendige ärztliche Maßnahmen sind beim Patienten während des Transportes nicht zu erwarten, der Patient benötigt jedoch kontinuierliches Monitoring und im Bedarfsfall die Durchführung von lebensrettenden Sofortmaßnahmen (z.B.: Patient nach NSTEMI / PTCA). 
Besatzung: in Sekundärtransporten erfahrener Rettungsmediziner (Notfallsanitäter mit erweiterten
Notfallkompetenzen), weiterer Notfallsanitäter, Einsatzfahrer

Stufe 2:
Der Patient benötigt während des gesamten Transportes kontinuierliches Monitoring und ärztliche Therapie (z.B.: Patient nach CABG, beatmet)
Besatzung: Facharzt (ieL Anästhesiologie und Intensivmedizin), in Sekundärtransporten erfahrener
Rettungsmediziner (Notfallsanitäter mit erweiterten Notfallkompetenzen), weiterer Notfallsanitäter,
Einsatzfahrer

Stufe 3:
Instabile Patienten - es kann während des Transportes jederzeit zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen, oder es ist die Notwendigkeit pflegerischer Maßnahmen absehbar (z.B.: Langstreckentransporte)
Besatzung: aktiv tätiger Intensivmediziner, aktiv in der Intensivpflege tätige(r) DGKS/P, in
Sekundärtransporten erfahrener Rettungsmediziner (Notfallsanitäter mit erweiterten Notfallkompetenzen), Einsatzfahrer